Sixt Aktienanalyse: Kurzfristig getroffen, langfristig ein Profiteur der Coronakrise. Kaufen?

Aktienanalyse Sixt | |
ISIN | DE0007231334 (Vz.) bzw. DE0007231326 (St.) |
WKN | 723133 (Vz.) bzw. 723132 (St.) |
Hauptsitz | Deutschland |
Preis | 42 EUR (Vz.) bzw. 63 EUR (St.) |
Ausstehende Aktien | 46,9 Mio. (16,5 Mio. Vz.- und 30,4 Mio. St.-Aktien) |
Marktkapitalisierung | 1.970 Mio. EUR (Vz.) bzw. 2.950 Mio. EUR (St.) |
Eigenkapital (pro Aktie) | 1.592 Mio. EUR (34 EUR/Aktie) |
Eigenkapitalquote | 25,5% |
Datum | 19.05.2020 |
Überblick: Sixt ist die etwas andere Autovermietung - hoch innovativ, stark differenziert, ein erfolgreich geführtes Familienunternehmen
- Hart umkämpfte Branche: Die Vermietung von Autos ist ein undankbares Geschäft. Die Gewinnmargen sind hauchdünn. Es gibt einen intensiven Wettbewerb. Die meisten Kunden wählen ihren Anbieter über den günstigsten Preis aus. Kein Wunder, dass sich die Aktienkurse der meisten börsennotierten Autovermieter unterdurchschnittlich entwickeln.
- Sixt unterscheidet sich vom Wettbewerb: Sixt ist nicht "irgendein" Autovermieter. Das Unternehmen hat sich eine ausgeklügelte Strategie überlegt. Sixt setzt viele Premium-Fahrzeuge ein. In diesem Segment ist der Wettbewerb schwächer ausgeprägt. Zudem überzeugt das Unternehmen mit geringen Verwaltungskosten und einer mutigen Marketing-Strategie. Der größte Vorteil von Sixt ist aber wohl das Technologie Know-how: Sixt hat in den letzten Jahren die Autovermietung zu 100% digitalisiert. Die Kunden müssen nicht mehr in der Schlange stehen, sie können das Auto direkt über das Smartphone buchen und auch entsperren.
- Die Kennzahlen überzeugen: Als Folge dieser Strategie ergeben sich prächtige Finanzkennzahlen: Sixt arbeitet mit einer zweistelligen Gewinnmarge und gewinnt laufend Marktanteile hinzu. Trotz der üppigen Dividenden konnte das Unternehmen eine Eigenkapitalbasis von fast 1,6 Mrd. EUR aufbauen. Die Eigenkapitalquote des Unternehmens liegt bei mehr als 25% - ein Bestwert in der Branche, die meisten Wettbewerber arbeiten mit weniger als 10% Eigenkapital.
- Langfristig ein Krisengewinner? Kurz- und mittelfristig leidet auch Sixt stark unter den Auswirkungen der Coronakrise. Doch das Unternehmen kann die Kosten zügig an die gesunkene Nachfrage anpassen. Die komfortable Eigenkapitalausstattung sorgt dafür, dass Sixt unter allen Konkurrenten am besten aufgestellt ist. Das dürfte sich auszahlen. Große Konkurrenten wie Hertz bereiten Berichten zufolge bereits Insolvenzanträge vor. Sixt könnte die sich ergebenden Chancen nutzen und den eigenen Marktanteil kräftig ausbauen.