RWE Aktie News: Chancen und Risiken jetzt ausgewogen (WKN: 703714)
Was ist passiert?


Unser Artikel vom März 2018: Energieversorger kaufenswert
Am 11. März 2018 haben wir alle drei großen Energieversorger Deutschlands analysiert. Damals waren wir für alle Unternehmen (RWE, E.ON und Innogy) optimistisch gestimmt. Haben auf die günstigen Bewertungen verwiesen. Nach einer jahrelangen Talfahrt waren die Vermögenswerte der Gesellschaften deutlich wertvoller als es die Börsenkurse haben vermuten lassen.
Daher haben wir damals alle drei Aktien als kaufenswert eingestuft. Bei RWE haben wir auf die Vermögenswerte von rund 28 EUR pro Aktie verwiesen - bei einem Aktienkurs von damals gerade einmal 16 EUR.
RWE-Aktie gut gelaufen, nun mit ausgewogenem Chance-Risiko-Verhältnis
Unterbewertung durch erfreulichen Kursverlauf teilweise abgebaut
Seit unserem Artikel hat die RWE-Vorzugsaktie rund 25% zugelegt. Dazu kamen 1,50 EUR an Dividende - pro Aktie. Zusammen ergibt das eine Performance von 34%, in gerade einmal neun Monaten. Ein Teil der Unterbewertung wurde abgebaut.
Anti-Kohle-Stimmung kommt auf

In der Zwischenzeit kam es zu neuen Entwicklungen: Die Umfragewerte der Grünen haben immer weiter zugelegt. Es erscheint plötzlich möglich, dass der nächste Bundeskanzler von den Grünen gestellt wird. Wahrscheinlich ist aber auf jeden Fall, dass die Öko-Partei Teil der nächsten Bundesregierung werden wird. Sich das Bundesumweltministerium sichern wird. Einen massiven Anti-Kohle-Kurs fahren wird.
Keine guten Aussichten für Europas größten Emittenten von Co2, RWE. Viele Kohlekraftwerke des Unternehmens sind hochmodern und noch nicht abgeschrieben. Arbeiten profitabel. Ein zügiger Kohleausstieg könnte also in den kommenden Jahren erneut auf den Aktienkurs drücken. Um es kurz zu machen: Aus unserer Sicht haben die politischen Risiken in den letzten Monaten deutlich zugenommen.
Aktie nach wie vor günstig - hohe Dividendensteigerungen möglich

Demgegenüber stehen immer noch erhebliche Chancen: Das Unternehmen dürfte in den kommenden Monaten zum europaweit drittgrößten Erzeuger von Erneuerbaren Energien aufsteigen. Das Portfolio wird dann ausgewogen und zukunftsfähig sein.
RWE wird gerade aus dem Geschäft der Erneuerbaren Energien stabile und hohe Cashflows erzielen können. Der Gewinn je Aktie dürfte ab 2022 bei rund 2,50 EUR liegen, sofern die Aufteilung von Innogy durch RWE und E.ON genehmigt wird. Es besteht damit die Aussicht auf nachhaltig steigende Dividenden, die schon in wenigen Jahren 1,50 EUR je Aktie und mehr erreichen können.
Chance-Risiko-Verhältnis der RWE-Aktie nun ausgewogen
Eine Abwägung der Chancen und Risiken rechtfertigt unserer Meinung nach nun keine Kaufen-Einschätzung mehr. Daher stufen wir die Aktie eine Stufe ab. Wir halten die RWE-Vz.-Aktie nur noch für haltenswert. Den Chancen auf nachhaltig steigende Gewinne und attraktive Dividenden stehen zunehmend politische Risiken aus dem frühen Ausstieg aus der Kohlekraft gegenüber.
Ich persönlich habe meine RWE-Aktien verkauft und bin nicht mehr investiert. Sollten die politischen Risiken eintreten, werde ich die Aktie wieder neu bewerten. Und dann gegebenenfalls zu einem günstigeren Kurs wieder neu einsteigen. Dich natürlich wieder informieren. In einem Artikel hier auf AlleAktien.de. Am besten abonnierst du direkt unseren kostenfreien Newsletter - dann verpasst du keine einzige Aktienanalyse mehr.
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Fazit: E.ON-Aktie mit geringeren Risiken

Aktien wie E.ON verfügen über eine stabilere Ertragsbasis bei geringeren Risiken. Die Dividendenrendite erreicht bereits jetzt knapp 5%. Weitere Steigerungen sind nur eine Frage der Zeit. Der Großteil der Erträge stammt aus dem planbaren Geschäft mit Energienetzen. E.ON erzielt garantierte Einnahmen.
Es gibt kaum politische Risiken, außerdem ist das Unternehmen nicht von der Konjunktur abhängig. Vom Handelsstreit kann E.ON auch nicht getroffen werden.
Wir haben kürzlich eine ausführliche Premium-Aktienanalyse zu E.ON geschrieben und dort den Wert der Aktien ermittelt. Außerdem haben wir eine Dividendenprognose des Unternehmens veröffentlicht. Waren vom Ergebnis selbst überrascht.